Bedürfnisse von kleinen Hunden beachten

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Mehr als die Hälfte der Hunde in Österreich und Deutschland gehören zu den kleinen bis mittelgroßen Hunden. Dazu zählt beispielsweise der Mops, Dackel, Havaneser, Chihuahua, Pudel oder ein Terrier. Aber nicht alle Hundehalter werden den besonderen Bedürfnissen kleiner Hunderassen gerecht. Bereits vor der Anschaffung ihres Vierbeiners sollten Hundefreunde sich über die jeweiligen rassetypischen Neigungen hinsichtlich Bewegung, Ernährung, Fellpflege und Erziehung informieren.

Nicht alle kleinen Hunderassen wurden als gemütliche Gesellschaftshunde gezüchtet. Unter den kleinen bis 10 kg leichten Rassen und Mischlingen gibt es sogar besonders bewegungsfreudige Tiere wie beispielsweise den Hütehund Cardigan Welsh Corgi, den Jack Russell Terrier, der für die Jagd auf Füchse, Ratten und andere Kleinsäuger gezüchtet wurde, oder den Dackel, der Wild aus dem Unterholz treiben sollte. Diese kleinen Hunde brauchen eine hohe Auslastung durch Herumtoben und lange Spaziergänge mit viel Abwechslung.

Erziehung von kleinen Hunden

In der Erziehung benötigen kleine Hunde klare Strukturen. Wegen ihrer physischen Unterlegenheit müssen sie lernen, dass sie bei ihrem Mensch Schutz suchen können. Die Hunde sind deutlich weniger gestresst, wenn sie erleben, dass sie eine Hatz durch einen großen Hund abbrechen können, indem sie bei Herrchen oder Frauchen stehen bleiben.

Das niedliche Aussehen als kleiner Hund sollte Hundehalter nicht dazu verleiten ihre Vierbeiner zu vermenschlichen: Die Tiere benötigen genauso eine konsequente Erziehung wie große Hunde.

Kleine Hunde haben einen höheren Energiebedarf als große Rassen. Das Futter sollte den Tieren in hoch verdaulicher Form zur Verfügung gestellt werden. Gesunde Snacks dürfen dem Hund gegeben werden, wenn sie von der Grundration abgezogen werden. Vor allem für Hunde mit Kurzgebiss empfehlen sich zahnpflegende Kauartikel oder Pasten, die der Bildung von Zahnstein vorbeugen.

Da kleine Rassen viel älter werden als große Hunderassen, sind ab einem Alter von etwa 6 bis 7 Jahren jährliche Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt zu empfehlen.

Quelle: ZZF, Bild (c) WZF GmbH