Wie Tiertherapie in Pflege- und Betreuungszentren hilft

Tiertherapie Hund Mensch

Das Leben in einer Pflegeeinrichtung für ältere Menschen ist mehr als qualitätsvolle Pflege und Betreuung und Wohnen in barrierefreien und modernen Häusern. Zur allgemeinen Steigerung von Lebensfreude, Selbstwertgefühl und Kommunikation tragen beispielsweise auch Tiere bei. Wissenschaftliche Studien bestätigen die positive Wirkung der Tiertherapie auf die Gesundheit von Menschen. In Niederösterreichs Pflege- und Betreuungszentren setzt man deshalb auf diese positiven Effekte.

Tierfreundliche Pflege- und Betreuungszentren in Niederösterreich

Laut Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gibt es in Niederösterreich kaum eine Einrichtung, in der tiergestützte Therapie nicht angeboten wird oder es nicht einige ‚tierische Freunde‘ gibt, die das ganze Jahr über bei den betreuten Menschen leben. Tiere haben auch eine sinnstiftende soziale Funktion, die vor allem im Alter hilft, Passivität und inneren Rückzug zu überwinden und verstärkt Freude und Glück zu empfinden.

Was kann die tiergestützte Therapie? Tierbesuche haben Blutdruck und Pulsfrequenz senkende Wirkung. Patienten sprechen besser auf Medikamente an, die Genesungszeit nach Schlaganfall und Herzinfarkt ist kürzer. Tiere wirken kommunikationsfördernd, antidepressiv, motivationssteigernd. Tiere werten nicht, befriedigen das Zuneigungsbedürfnis, mindern Einsamkeit und steigern das Wohlbefinden.

Dazu gehört auch der Besuch von Therapiehunden: Im Vordergrund der Einsätze stehen stets der Kontakt und die Interaktion zwischen Mensch und Tier. Die vierbeinigen Gäste werden gefüttert, gestreichelt und gebürstet, gemeinsam wird Spiel und Spaß erlebt. Regelmäßig finden auch Übungen der Suchhundestaffel des Roten Kreuzes, zum Beispiel im NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Tulln, statt. Im Haus werden die Hunde darauf vorbereitet, vermisste Menschen zu suchen und zu finden.

Sowohl die speziell ausgebildeten Therapiehunde als auch Katzen, Vögel, Fische, Hasen, Schildkröten oder andere Kleintiere, die als Haustiere direkt in den Einrichtungen leben, tragen zur Steigerung der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Bewohnerinnen und Bewohner bei. In einigen Pflege- und Betreuungszentren in Niederösterreich gibt es außerdem öffentlich zugängliche Freigehege im Garten und auch kleinere Streichelzoos. Diese sind natürlich beliebte Treffpunkte für Jung und Alt.

Foto MabelAmber / Pixabay

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