Abschied vom geliebten Tier

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Wenn die Tage wieder kürzer und dunkler sind, spätestens jedoch seit Allerheiligen, verbringen wir wieder mehr Zeit damit, lieb gewonnenen Menschen, Familienangehörigen oder Partnern zu gedenken, die nicht mehr unter uns weilen. Doch nicht nur von uns gegangene Menschen hinterlassen Spuren in unseren Herzen, auch Tiere, die uns jahrelang treu begleitet haben, lassen meist große Lücken zurück.

Mit der Trauer umgehen

Es gibt viele Halter, die sich von ihren Lieblingen einfach nicht trennen können und das Unausweichliche soweit wie nur möglich hinauszögern. Sie tun ihrem Schützling damit aber keinen Gefallen, sondern verlängern dadurch nur ihren zum Teil qualvollen Leidensweg. Ein Ratschlag von Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe

Wenn ein Tierarzt, der das Tier gut kennt, empfindet, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sich zu verabschieden, dann muss man den vierbeinigen Wegbegleiter gehen lassen, so schwer es einem auch fällt.

Als Hundehalter muss man in dieser schwierigen Situation Verantwortung übernehmen. Je älter der Vierbeiner wird, desto höher ist die Anfälligkeit für Krankheiten und Infektionen. Operative Eingriffe sind mit höheren Risiken verbunden und es kann auch zu Komplikationen in der Wundheilung kommen. Es gilt genau zu überlegen was notwendig ist oder nicht unbedingt sein müsste. An dieser Stelle ein Lesetipp: Wenn der Abschied vom Vierbeiner naht.

Bestattungsunternehmen für Tiere

Das Angebot, auch von Tieren gebührend Abschied nehmen zu können und die sterblichen Überreste an jenem Ort zu behalten, den sie so geliebt haben, ist in Österreich noch relativ neu. Dies kann jedoch eine große Hilfe sein, um mit der tiefen Trauer, die man verspürt, fertig zu werden. Wir berichteten bereits über Möglichkeiten in Wien, in Salzburg gibt es beispielsweise das Unternehmen Tiertrauer. Viele weitere Informationen dazu gibt es im Internet. Neben Einäscherungen werden auch gewöhnliche Bestattungen angeboten und es gibt sogar Tierfamiliengräber.

Von der Tiertrauer Salzburg werden mittlerweile in etwa 100 Heimtiere pro Monat eingeäschert. Das zeigt, wie groß das Bedürfnis vieler Tierhalter ist, das geliebte Lebewesen nicht einfach zu entsorgen oder im Garten zu begraben. (das Vergraben eines einzelnen Haustieres (Hunde, Katzen, Kleintiere) auf dem eigenen Grund ist laut help.gv.at gestattet, sofern es sich nicht um ein seuchenverdächtiges Tier handelt. In einzelnen Bundesländern bestehen jedoch weitere Einschränkungen)

Bestattungsunternehmen für Tiere holen die verstorbenen Schützlinge nicht nur ab, sondern bieten auch Räumlichkeiten, in denen das Abschiednehmen leichter fällt. Die Urnen oder Gedenkobjekte solcher Unternehmen sind meist liebevoll mit Pfotenabdrücken des Tieres versehen, wodurch man sich dem fehlenden Lebewesen vor allem in der Trauerzeit etwas näher fühlen kann.

Was zu guter Letzt zählt, ist nicht nur, dass das Tier glückliche Jahre mit uns erleben konnte, sondern auch, dass wir Menschen uns an diese Zeit am Ende mit Freude und Dankbarkeit erinnern können.

Quelle: Pfotenhilfe